Am frühen Nachmittag trudelten wir mit unserem guten Freund, dem Müpro-Lastwagen, in Reinach ein. Dieser war bis unters Dach mit Material gefüllt, welches wir dann schnaufend und fluchend die steile Holztreppe hinaufschleppten. Doch damit nicht genug! Das Bierfass war noch nicht angezapft, weshalb wir uns mit Mineral, Cola und Rivella die Kiemen befeuchten mussten (war im Nachhinein vielleicht gar nicht so schlecht – es wurde dann später noch genug gesoffen!!). Danach wollte die Frau vom Bratwurststand nicht so recht auf unsere Wünsche eingehen (eine einzige Wurst für den Urfi – Tststs da kennen sie den Drumgenör aber schlecht!). Nach kurzem hin und her hatte der Organisator aber alles geklärt und wir konnten den Hunger doch noch fachgerecht bekämpfen.

Danach ging’s ans Eingemachte. Die Hockeyaner waren schon bei der Rangverkündigung ziemlich angeheitert. Komischerweise trauten sich trotzdem fast nur eingefleischte Bloody-Anhänger in die vordersten Reihen. Diese gaben aber alles und trugen somit zu einen erfreulichen Abend für uns bei! Da Chef-Roady Stämmeli mit einer anderen Band fremd ging (hüstel!) war plötzlich Roady Borki der Platzhirsch! Auch Exit-Gitarrist (Martin Haller) und Aushilfs-Roady Remo hatten sich nach dem anstrengenden Nachmittag ein paar Bierchen verdient und mischten sich unters Publikum, um den Hopfentee in rauen Mengen zu vernichten und auch der Band ab und zu Mal eins zu bringen. Nach dem Konzert wurde es dann richtig feuchtfröhlich. Die Bardame hatte alle Hände voll zu tun! Thema Nummer eins war allerdings ihr gewaltiger Vorbau!!! Nach dem Bratwurst-Nachtessen kam man sich da schon ein wenig vor wie an der OLMA!

Anekdoten und Gerüchte:

In den frühen Morgenstunden legte man sich dann langsam aber sicher schlafen. Einige in der Unterkunft der Hockeyspieler, andere zu Hause und wieder andere in den Autos. Nach ein paar Stunden (oder waren’s nur Minuten – keine Ahnung) Schlaf, erwachte der Genosse Sänger, im Torretti-Mobil, mit einem ziemlichen Druck auf der Leitung. Also schnell nach draussen, den Gwendolin aus der Hose gerissen und ab die Post! Moment! Da rumort es doch auch noch in den Gedärmen und zwar gewaltig!! In der Eishalle hatte es ja zwei Toiletten – na toll. Also schnell ums Haus geschlichen und den Eingang gesucht aber denkste – abgeschlossen! Fuck off, dann halt die Toilette ausserhalb des Gebäudes – abgeschlossen! Hui jetzt wird’s aber eng – zu eng – verdammt! Das zugedröhnte Hirn will da mit Notlösungen nicht so recht rausrücken! Aber da ist ja noch die Ersatzbank beim gegenüberliegenden Fussballplatz wo man sich gemütlich hinsetzen und sein Geschäft verrichten könnte.

Dann der Gedankenblitz! Was ist, wenn die Morgen ein Spiel haben?? Nein das wäre nun wirklich nicht nett. Man kann doch den Trainer und die Junioren nicht auf einer zugeschissenen Ersatzbank das Spiel betrachten lassen!! Jetzt wird’s aber höchste Zeit. Also im Galopp um die Ecke der Eishalle und ab ins Gebüsch. Vielleicht noch schnell die Jeans ausziehen, denn am Nachmittag kam schon sehr flüssige Ware den Darm heruntergeschossen. Eine gute Idee wie sich nachher herausstellte. Nun denn – jetzt den Arsch Richtung Süden gestreckt und einfach Mal laufen lassen. Ein kleiner Furz und danach die grosse Katastrophe! Ein Durchfall-Tsunami kommt aus der Rosette geschossen!! Zudem war ja da auch noch der Druck auf der Leitung, welcher sich jetzt zeitgleich löste. Resultat: Die Unterhose komplett zugeschissen und die Socken mit Pisse getränkt – na toll. Zum Glück war da noch Päckchen Tempo Taschentücher mit denen man sich wenigstens den Arsch gründlich abwischen konnte. Socken und Unterhosen blieben am Tatort liegen! Was für ein Desaster. Da kam ihm doch gleich eine Textzeile der Onkelz in den Sinn: „Drauf geschissen na was soll’s“. Wenigstens war jetzt das schlimmste überstanden – zumindest fast. Denn als wäre die Situation nicht schon peinlich genug, kommt natürlich gleich noch ein Auto um die Ecke geschossen. Erst mit einem Bein in der Jeans, den Pimmel noch draussen und auf ziemlich wackeligen Beinen – was für eine Nacht – hoffentlich hat die Eishalle keine Überwachungskamera!

In diesem Sinne, macht’s besser als der Sänger und bleibt „sauber“

Grüsse und bis zum nächsten Mal

Eure Bloody’s

 
   

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