Früher war man ja schon ein Pfundskerl, wenn man ein Zungenpiercing hatte. Kurz darauf liess man sich den Edelstahl wahlweise durch Brustwarze oder Eichel stechen. Heute hat man wahrscheinlich alle Komponenten mit einer Kette verbunden, was wiederum heisst, dass man sich bei jeder Erektion automatisch die eigene Brustwarze leckt – na toll!

Danach gab es etliche Volltrottel die sich irgendwelche chinesischen Zeichen tätowieren liessen. Klar sagte der Tätowierer, dass es sich um ein Sternzeichen, den eigenen Namen oder um sonst was harmloses handelt – in Wirklichkeit hiess es wahrscheinlich Arschficker, Hurensohn oder Sperma fressende Drecksschlampe! (wieso glaubt ihr, dass einem die Chinesen immer so dämlich entgegengrinsen? – Wenn alle Chinesen gleichzeitig von einem Stuhl springen würden, gäbe es ja anscheinend ein gewaltiges Erdbeben – wenn man alle mit chinesischen Zeichen zutätowierten Vollidioten nebeneinander stellen würde, hätte man dafür das längste Fluchwort der Welt – Hossa!!).

Dann kam der Schlankheitswahn, wobei mittlerweile auch ca. 95 % von unserer Band betroffen sind haha! Nein im Ernst – einige Models hungern sich derart einen ab, dass sie kaum noch einen Finger breit sind! Würde ihnen ein Fingernagel aus der Stirn nach oben wachsen, könnte es durchaus sein, dass sie aus versehen einem Schreiner angenäht würden!! Stellt euch Mal die Schlagzeilen vor: „Schreinermeister M. aus P. und sein sprechender Stinkefinger „Carola“ sorgten in der S-Bahn Richtung Mümliswil für Aufsehen“ – oder so ähnlich…

Der absolute Trend 2006 scheint allerdings das Heiraten zu sein! Und auch hier ändern sich die Gewohnheiten, was uns ermöglichte das erste Mal in einer Kirche aufzutreten!! Die Siegristin der Kirche in Pfeffikon ist die Mutter von unserer Mamma-Merchandise, die auch prompt eine Kühltasche mit ein paar Bierchen mitgebracht hatte. Wenn das immer so wäre würden wir öfters in die Kirche gehen. Das schwierigste an der ganzen Geschichte, war im Vorfeld die Klappe zu halten. Der Bräutigam sollte nämlich überrascht werden. Als wir nach ca. 10 Minuten in die Messe trampelten, sah man an seinem Gesichtsausdruck, dass die Überraschung durchaus gelungen war. Auch die restlichen Gäste rieben sich zum Teil die Augen und dachten wahrscheinlich, dass sie wohl gleich dem Leibhaftigen gegenüber stehen würden. Wir hatten allerdings unser Programm abgeändert und spielten mit akustischen Gitarren und so wich das Entsetzen schnell der Begeisterung. Am Anfang wurde noch etwas verhalten geklatscht. Mit der Zeit konnten wir sogar einige leise Pfiffe wahrnehmen und zum Schluss wurde sogar noch eine Zugabe gefordert! Als sich danach die ganze Belegschaft zu einer „Standing Ovation“ von den Bänken erhoben hatte, waren wir schon ein bisschen Stolz und freuten uns über den gelungenen Auftritt. In der Kühltasche hatte es aber nur noch zwei Bierchen übrig um das freudige Ereignis zu begiessen - also ab zum Apéro!! Bier, Wein und lecker Pizza wurden serviert. Noch schnell gratuliert und ein paar Fotos gemacht und dann war’s auch schon vorbei mit unserem ersten Auftritt im Hause Gottes.

Vielen Dank und alles Gute an das Brautpaar- evtl. spielen wir ja bei der Taufe wieder – aber dann elektrisch und in voller Lautstärke haha!

Bis zum nächsten Mal

Euro Bloody’s

 
   

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