Der Vorverkauf lief mehr als gut! Von den 200 Tickets gingen gut 140 Stück bereits im Voraus weg. Zudem waren noch ein paar auf der Reservationsliste der Abendkasse. Der Andrang war dann auch entsprechend gross und um 20.30 Uhr konnten wir schon beinahe die „Sold-Out-Tafel“ raushängen – cool!

Zuvor gab es aber noch so einiges zu tun. Nach einer kleinen Stärkung, im Restaurant vis à vis, trafen wir uns bereits kurz nach 12.00 Uhr mit Martin Gut vom KW in der Konzert-Stätte Nummer 1 in der Region Sursee. Alles wurde aufgestellt und installiert. Basser Ferdi hatte seit Tagen keine Kosten und Mühen gescheut und die Dekoration gebastelt. Zudem war der Freizeit-Regisseur damit beschäftigt unseren Jubiläums-Film, welchen wir an diesem speziellen Abend zeigen wollten, zusammen zu schneiden und zu vertonen. Am Vorabend gab er dem gut 8-Minütigen Meisterwerk noch bis in die frühen Morgenstunden den letzten Schliff und so konnten wir, nachdem der Beamer entsprechend platziert war, einen ersten Blick auf unseren ersten, eigenen Film werfen. Gross war das Gelächter über die schauspielerischen Leistungen der Band und den freiwilligen Helfern von EXIT, der Roadcrew und dem Koch. Man durfte gespannt sein, wie sich der Kurzfilm als Intro bewähren würde.

Mischer Klopfi war auch mit von der Partie. In der Zwischenzeit waren auch die Jungs von Trickshot mit deren Tontechniker „Strübi“ eingetroffen. Der Soundcheck konnte also starten. Aus den Monitoren auf der Bühne, klang der Gesang ziemlich komisch. Fachmann Strübinski enterte sogleich die Stage, hielt sein Ohr an den Lautsprecher, schaute den BHF-Sänger an und setzte zur Diagnose an: „Ziemlich kilolastig hehehe!“ Dies einem nervösen Sängerknaben, mit weit über 100 kg auf den Rippen, einfach so ins Gesicht zu sagen war schon ziemlich mutig - hüstel! Der Technikfreak verzog sich wieder Richtung Mischpult, um mit Klopfi die Einstellungen zu korrigieren. Währenddessen schnaubte der Gedemütigte auf der Bühne. Beim Rodeo hätte man nach den Clowns Ausschau gehalten, die jeweils den wütenden Bullen ablenken. Zumindest war der Klang jetzt aber in Ordnung und man konnte weiterfahren.

Das Nachtessen für Bands und Crew wurde von „Sir Sarasar Sales“ zubereitet. Es gab lecker „Hörnli und Ghackets“. Kein Vergleich zu den Teigwaren, die es auf der Wallis-Tour gab. Sogar die grossen und die heiklen Esser waren rundum zufrieden. Zur Krönung hatte der gelernte Koch einen Geburtstagskuchen für uns gebacken. Als Vorlage diente unser T-Shirt-Logo vom „Hörseface“ Leibchen. Einfach genial! Der Kuchen sah perfekt aus und war mit reichlich Kirsch getränkt! Ein grosses Dankeschön für diese tolle Überraschung! Merci Sales!!

Auch die Phoenix Crew aus Muttenz war extra aus dem Baselbiet angereist um uns zu sehen. Danke für die Unterstützung. Sie trommelten die ganze Band zusammen, um uns ein Geschenk zu überreichen. Mit viel Mühe hatten die Herren eine Collage von uns allen erstellt und in einem Bilderrahmen hübsch verpackt. „War nicht ganz einfach von jedem von euch ein Foto zu finden“ gestand Flavio ein. Mit grossen Augen stellten wir dann fest, dass dies auch nicht wirklich ganz gelungen war. Auf dem Foto, wo eigentlich unser Drumgenör Urfi hätte sein sollen, grinste der Hintermann Kusi (Stranded Heroes) frech hinter dem Schlagzeug hervor. Kusi hatte beim letzten Gig den Soundcheck gemacht und wurde da wahrscheinlich fotografiert. Dass sein Bild an Stelle von unserem Drummer auf die Collage geraten war ist höchstwahrscheinlich dem überdurchschnittlichen Konsum von Alkohol und Rauchwaren der illegalen Sorte zu verdanken! Hey ihr Siffköpfe!! Langsam aber sicher solltet ihr uns doch kennen!! Hahahaha! Wir werden den Fehler bei einem Glas „La Tradition“ (ein Schnaps den wir ebenfalls überreicht bekamen) korrigieren und den richtigen, einzig wahren, unersetzbaren, Drumgenör Urfi-CH einkleben!

Um 21.15 Uhr trat Trickshot ins Rampenlicht und die Halle füllte sich. Diese Truppe ist für ihr brutales Brett und den brachialen Sound bekannt. Genau deshalb hatten wir die Jungs angefragt und zum Glück waren sie mit an Bord. Sänger Raffi war sichtlich gut drauf und animierte das Publikum zum Mitmachen, was ihm auch gelang! Baseman Dave grinste auf der Seite vor sich hin, während er den Tieftöner massakrierte. Tight und gnadenlos ballerten die Eigenproduktionen aus den Boxen und die Meute fand gefallen daran. Echter Hardcore eben, mit viel Enthusiasmus und Herzblut komponiert und dargeboten – heavy stuff guys! Hammer!! Unbedingt anchecken auf www.trickshot.ch – es lohnt sich!!!

Nach der knapp einstündigen Show wurde der Vorhang gezogen und kurz umgebaut. Unkompliziert und rasch ging alles voran und so konnten wir pünktlich loslegen. Wegen dem Rauchverbot, waren viele noch draussen als wir mit dem Jubiläums-Film loslegen wollten. Das Mister-Ed-Intro hatten wir leider nicht dabei und da wir bereits unsere Zwangsjacken montiert hatten und unser Outfit nicht schon verraten wollten, schnappte sich EXIT-Sänger/Gittarist Beni Sax das Mikro und improvisierte eine Ansage! Pussy, Pussy, Pussy grölte der Stimmenimitator in bester „From Dusk Til Dawn Manier“ ins Mik, während wir hinter dem Vorhang grinsten. Die Ansage zeigte Wirkung und die Leute strömten langsam ins Kulturwerk. Film ab!! Schon nach den ersten Szenen hörte man das Publikum lachen. Als der Beni-Hill Teil anfing steigerte sich dies nochmals und erreichte schliesslich bei der Lift-Szene den vorläufigen Höhepunkt. Mit dem Schluss des Films öffnete sich der Vorhang, wir spielten Madhouse von Anthrax und wurden herzlich begrüsst. Weiter ging’s mit If You Want Blood von AC/DC, welches um längen besser ankam als beim letzten Gig – Wow!

Wie bei unserem 10-jährigen hatten wir auch dieses Mal wieder ein paar Gastmusiker dabei. Als erster zockte Kudi von Mortal Factor den Song Awake mit uns. Beim Soundcheck hatten wir wieder Mal die Kurzversion angestimmt, was den erfahrenen Gittaristen doch ein bisschen ins Grübeln brachte haha! Als es dann aber Ernst wurde, klappte alles nach Plan. Kudi poste mit dem Ferdi auf der rechten Seite um die Wette und wurde anschliessend mit grossem Applaus verabschiedet. Dankeschön QD!

Der Auftritt gelang wirklich gut und die Stimmung war bestens. Das Rauchverbot erwies sich jedoch als eindeutige Spassbremse. Wegen der Dauerrotation der Raucher klaffte ab und zu eine ziemlich grosse Lücke mitten im Saal auf. Von der Bühne aus sah das ziemlich beschissen aus aber was will man machen. Dazu kam, dass sogar die Nichtraucher die Nasen rümpften, da nun statt Rauch der Schweiss in der Luft hing. Man konnte also ziemlich genau abschätzen, wer diese Woche schon geduscht hatte – und es war Freitag!!

Als nächsten Gastmusiker durften wir dann den Meister auf der Bühne begrüssen. Der Maxxwell und Betty And The Surf Maniacs Klampfen-Gott „Hef“ hatte sich bereit erklärt, den Dio-Song „Holy Diver“ mit uns zu spielen. Zu Ehren des kürzlich verstorbenen Ronny James Dio hatte der Guitar-Hero das Original-Solo geübt. Für Nichtwissende Banausen will hier gesagt sein, dass „Hef“ eigentlich nie übt hahaha! Der Profi-Musiker hat die Songs in der Regel nach ein bis zwei Mal hören schon fest im Griff. Nach eigener Aussage hatte er beim betreten der Bühne bereits 8 Halbliter Bier intus. Und wir dachten, dass wir die Säufer vom Dienst sind haha! Master „Hef“ und Marc „The Tattoo“ Torretti ergänzten sich prima, der Song gelang gut und litt einzig und alleine unter dem faden Beigeschmack des dahingeschiedenen Ausnahmesängers – Rest In Peace Ronny James!

Weiter ging’s mit Metalsongs aus allen Dekaden. Der Bierkonsum beim Publikum war enorm (schienen alles kleine Hefs zu sein haha!). An dieser Stelle ein ganz besonderes Dankeschön an unsere fleissigen Bardamen. Sechs freiwillige Helferinnen hatten sich bereit erklärt, die Bar zu schmeissen. Der Plan war eigentlich, dass sich jeweils drei abwechseln würden. Jedoch war der Ansturm so gross, dass die Ladys permanent im Einsatz waren und kaum einen Blick auf unseren Auftritt werfen konnten. Ein hervorragender Job, den ihr da abgeliefert habt – Vielen, lieben Dank!

Die Gitarren wurden nun für den Hatebreed Song „Live For This“ tiefer gestimmt. Bei diesem Stück kam unser letzter Gast des Abends zum Zug. Trickshot-Sänger „Räffu“ konnte sein Stimmorgan nun noch einmal strapazieren. Angekündigt wurde er vom Bloody-Frontmann als „Dave“, welcher aber den Bass bei Trickshot zupft! Sorry Räffu – hatte wohl doch ein paar Bierchen zuviel geschlürft! Die kurze Pause wurde vom BHF-Sänger für eine Glimmstängel-Pause genützt. Aber wo konnte man sich eine Fluppe anzünden, ohne gesehen zu werden? Natürlich seitlich von der Bühne hinter dem Vorhang. Aber auf welcher Seite? Auf der rechten Seite standen Beni „The Animal“ Sax, der Methaller und Kudi. Die Herren hatten derart einen Sitzen, dass es einem Angst machte. Die Bierdosen stapelten sich bis unters Dach und das Geschrei war enorm. Hmmm! Also auf die linke Seite, wo Mart Haller seelenruhig alleine da stand und an einem Bierchen nippte. „Hallo Mart – na ass klar?“ Die Antwort vom zweiten Exit-Gitarristen kam postwendend: „Verdammt! Bin ich voll!! Kann kaum noch stehen!“ Tja! Hast du dir verdient Martinho hahaha!

Mit ein paar weiteren Klassikern wurde nun der Schlussspurt eingeläutet. Obituary, Pantera, Metallica und die Onkelz wurden abgefeiert und bejubelt. Bei „Auf Gute Freunde“ enterten zwei Jungs die Bühne um mitzusingen. Wenn ich’s recht in Erinnerung habe, waren dies zwei Mitglieder von „Sense Of A Divination“. Falls nicht tut’s mir Leid! Ein bisschen Werbung für diese junge Band aus Dagmersellen muss aber ungedingt sein! Vor unserem Konzert hatten sie uns 5 Exemplare von ihrer CD als Geschenk überreicht. Cool! Die Scheibe ist der Hammer! Unbedingt anchecken unter www.senseofadivination.com ! Von dieser Truppe wird man demnächst noch so einiges hören! Die beiden Gastsänger hatten ihren Spass, wurden von Mischer Klopfi jedoch nach kurzer Zeit gemutet, so dass man sie nur noch auf der Bühne hören konnte. Trotzdem Danke für die Unterstützung!!

Nach dem Konzert konnten wir uns noch ein wenig mit den Gästen Unterhalten. Jede Menge bekannte Gesichter und viele witzige Gespräche liessen den Abend so langsam aber sicher ausklingen. Die neuen Shirts und die Grillschürzen fanden zahlreiche Abnehmer, so dass wir zum Schluss von einem sehr erfolgreichen Abend berichten durften.

Danke an alle die uns vor Ort unterstütz haben. Ein grosses Dankeschön an alle Helfer, Säschu von der Security, die Metal-Police und alle die vergessen gingen! Hat mächtig Spass gemacht!!!

Man sieht sich! Hoffentlich nicht erst am nächsten Jubiläum!

Eure Bloody’s

 
   

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